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Compound: Die Camtypen

Compound: Die Cam - Typen


Früher waren alle Cams rund, dabei haben die Cams die reine Funktion von Umlenkrollen wahrgenommen. Bei runden Cams hat der Compoundschütze nichts Besonderes zu beachten. Hat ein Compoundbogen ein rundes Cam, dann wird darüber lediglich die vorhandene Energie umgeleitet.



Die heutigen Compoundbögen haben Cams, die eine ovale Form aufweisen. Die Form optimiert die Kraftübertragung des Compoundbogen und erlaubt weitere Einstellmöglichkeiten.



In der zweiten Generation von Compoundbögen wurde ein ovales Cam an dem Compound montiert und ein rundes Cam. Ein solcher Compound hat den Vorteil, dass beide Cams absolut synchron laufen und trotzdem die Energie optimiert abgegeben werden kann.


Allerdings wird bei einem solchen Compound der Pfeil nie gerade beschleunigt, der Pfeil erhält immer einen kleinen Stoß, der den Pfeil in der ersten Flugphase etwas unruhig macht. Jedoch wurden mit solchen Bögen auch schon Weltcups gewonnen.

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Der Compoundbogen bezieht seine Energie über die kurzen Wurfarme, die über die Sehne und Kabel und über die Umlenkrollen (Cams) geführt werden. Die Cams gibt es in verschiedenen Ausführungen, die jedem Compoundbogen seine Grundcharakteristik verleihen. Die Cam-Typen gibt es in runden oder anderen Geometrien, die dann die Kraft anders umsetzen und übertragen. Hier sind die grundsätzlichen Arbeitsweisen der Compoundbögen mit den Cam-Typen erläutert.

Cam Rund
Cam Typen

Der Nachteil scheint also nicht so gravierend zu sein, zumal sich die Hersteller viel haben einfallen lassen, um diese Nachteil so klein wie möglich zu halten, er ist jedoch nicht abzustellen.

Wenn man an einem solchen Bogen die Auszugslänge ändert, oder Änderungen am Cam vornimmt, ändern sich damit gleichzeitig auch die Nockpunkthöhe und der Tiller. Man hat also keine Probleme mit der Synchronisation der Rollen, muss aber dafür beim Feintuning auch immer den Nockpunkt nachstellen. Der Tuningaufwand wird dadurch erhöht.



Mittlerweile haben Compoundbögen oben wie unten ein ovales Cam. Dies wurde früher für unmöglich gehalten, da ein solcher Bogen nur funktionieren kann, wenn die obere Cam und die untere Cam absolut synchron laufen. Die Hersteller haben die Produktion so verfeinert, dass die dafür notwendige Fertigungsqualität erreicht wurde.



Bei diesen Compoundbögen ist es wichtig, dass man alle Änderungen immer an beiden Rollen identisch durchführt. Diese ovalen Cams werden mit einer Reihe von Befestigungslöchern versehen, mit denen man die Auszugslänge einstellen und verändern kann. Es ist hier sehr wichtig, dass man oben wie unten immer das gleiche Loch trifft.


Wenn die Cams nicht synchron laufen, führt dies dazu, dass die Kraft ungleichmäßig an den Pfeil übertragen wird. Der Pfeil erhält innerhalb von Millisekunden verschiedene Schläge, da die Kraft mal von der oberen und mal von der unteren Cam kommt. Dies führt zu einem flatternden Pfeilflug. Der Compoundschütze muss also darauf achten, dass die Synchronisation der Rollen gewährleistet ist.

Der Vorteil eines solchen Compoundbogen ist, dass man die Auszugslänge verändert kann, ohne den Tiller oder die Nockpunkthöhe zu ändern. Das Tuning wird bei einem solchen Bogen sehr einfach.

Als Einsteiger muss man sich mit den unterschiedlichen Vorteilen und Nachteilen der Camsysteme auseinandersetzten. Die Entscheidung kann einem kein Händler des Vertrauens oder kein Trainer abnehmen. Der Trainer kann nur die Vorteile und Nachteile aufzählen. Die Entscheidung darüber trifft immer der Compoundschütze alleine.


Der Bogenschütze muss im Laufe der Zeit lernen, mit seinem Material umzugehen und die entsprechenden Tuningschritte alleine durchzuführen.


Die Cams werden in speziellen Formen hergestellt, die eine allgemeine Aussage über die Wirkung und Funktion unmöglich machen. Der Compoundbogenschütze muss sich daher intensiv mit dem jeweiligen Produktdatenblatt des Herstellers für diesen speziellen Compound beschäftigen. Es ist unmöglich, Erfahrungswerte von einem anderen Bogen zu übertragen, hier gilt es in der Tat dem Hersteller zu vertrauen und dann seine eigenen Erfahrungen zu machen.

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