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Ablauf einer Dopingkontrolle

Seite "Ablauf einer Dopingkontrolle" in der Rubrik "Doping"


Zu einer Dopingkontrolle werden die drei bestplatzierten einer Meisterschaft sowie zumindest ein weiterer Sportler nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Dopingkontrolle läuft nach einem genau beschriebenen Verfahren ab von dem nicht abgewichen werden darf. Gibt es eine Unregelmäßigkeit von seiten des Dopingkontrolleurs, so kann die Dopingprobe vom Sportler angefochten werden. Hält sich der Sportler nicht an das vorgegebene Prozedere oder weigert er sich sogar, an einer Kontrolle teilzunehmen, so gilt dies schon als Dopingverstoß und führt sofort zu einer zweijährigen Sperre (die nicht nur auf die eigene Sportart beschränkt ist).

Der Ablauf einer Dopingkontrolle


  • Der ausgewählte Sportler muss alle persönlichen Daten in ein spezielles Meldeformular eintragen. Hierbei müssen alle Angaben vollständig und wahrheitsgetreu sein. Fehlt eine Angabe so ist dies (je nach schwere) schon ein Verstoß gegen die Dopingbestimmungen.


  • Danach muss dem Sportler ein Sortiment von Dopingkontrollpäckchen zur Auswahl gestellt werden. Der Sportler darf selbst eines der Päckchen (Kit) wählen und darf in der Wahl nicht beeinflusst werden. Damit sollen Manipulationsversuche von "Außen", quasi als Sabotage gegen den Athleten verhindert werden. Der Sportler solle ab diesem Zeitpunkt auch tunlichst Niemanden mehr an das Dopingkontrollpäckchen lassen und nur mit den eigenen Fingern berühren.


  • Nun uriniert der Sportler in das Gefäß aus dem Dopingkontrollpäckchen. Dies muss so geschehen, dass der Unterleib frei ist und der Dopingkontrolleur sicher beobachten kann, dass dies eindeutig der Urin des Sportlers ist (der Fall Katrin Krabbe läßt grüßen, als mit Hilfe eines Katheters Fremdurin in die Dopingprobe gelangt ist).


  • Ist der Urin in dem Auffangbehälter füllt nun der Sportler selber die Proben in zwei versiegelte Behälter die vom Athleten auch selber verschlossen werden. Es muss soviel Urin vorliegen (mindestens 75 ml), dass die Behälter jeweils bis zur Markierung gefüllt werden. Anschließend werden die beiden Behälter verschlossen. Es handelt sich hierbei um besondere Flaschen die nur verschlossen und nicht mehr ohne das Siegel zu brechen geöffnet werden können. Dies dient auch der Sicherheit des Sportlers und schützt vor Manipulation. Auf die Flaschen werden die Nummerierungen von dem Dopingkontroll - Formular geklebt. Die Flaschen und die persönlichen Daten des Sportlers werden auf diese Weise anonymisiert.
  • Nun Kontrolliert der Dopingkontrolleur den Rest der Urinprobe mit einem Teststreifen auf Tauglichkeit. Der Urin muss einen bestimmten PH - Wertebereich besitzen um für einen Dopingtest geeignet zu sein. Es kann sein, dass die Urinprobe zu sauer oder zu basisch ist. Sollte bei diesem Test heraus kommen, dass die Probe nicht für einen Dopingtest geeignet ist, beginnt die komplette Dopingprozdedur ab diesem Zeitpunkt von vorn.


  • Wenn eine ordnungsgemäße Dopingprobe vorliegt unterschreiben der Sportler und der Dopingkontrolleur die Richtigkeit der Dopingkontrolle auf dem Formular. Sollte der Athlet an dieser Stelle irgend einen Zweifel am korrekten Ablauf der Kontrolle haben, so darf er nicht unterschreiben oder muss seine Bedenken zumindest notieren. Sonst hat der Sportler schlechte Karten falls es ein Problem bei der Dopingkontrolle geben sollte.


  • Die Dopingproben werden in einem speziellen Behälter verpackt und an das Dopinglabor vom Dopingkontrolleur verschickt.



Kontrolliert werden dürfen nur Sportler die mindestens 14 Jahre alt sind (es gibt Außnahmereglungen in bestimmten Sportarten wie z. B. beim Schwimmen und beim Turnen).

Ist ein Sportler jünger als 16 Jahre, so darf er bei der Dopingkontrolle von einer vertrauten Person begleitet werden.

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