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Feldbogen: Tipps

Feldbogentipps

Ist eine Feldbogenscheibe nur sehr schwach geneigt, so braucht der Feldbogenschütze beim Bogenschießen die Neigung nicht zu beachten. Je stärker die Neigung der Scheibe ist, desto größer ist die Auswirkung auf den Schuss und umso stärker muss der Feldbogenschütze reagieren. Der wichtigste Tipp lautet daher: üben, üben, üben ....

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Die Zielscheiben werden beim Feldbogenschießen häufig schräg zum Bogenschützen aufgebaut. Aus diesem Grund muss der Feldbogenschütze nicht nur die Entfernung zum Ziel, sondern auch die Montage der Zielscheibe beachten. Ist die Zielscheibe nach hinten geneigt, verlängert sich der Schuss und der Pfeil trifft höher. Der Feldbogenschütze muss das Ziel etwas tiefer anvisieren. Ist die Zielscheibe nach vorne geneigt, dann sollte der Feldbogenschütze (je nach Neigung) das obere Ende des Goldes anvisieren. Entsprechendes gilt, wenn die Zielscheibe nach links oder rechts geneigt ist. Der Feldbogenschütze sollte immer eher auf den Teil der Auflage schießen, der näher zum Bogenschützen liegt. Richtig interessant ist es, wenn die Zielscheibe nach hinten geneigt und gleichzeitig auch eine seitliche Neigung hat. So macht Feldbogenschießen Spaß!

 

Feldbogenschießen
Feldbogenscheibe schief geneigt
Feldbogen Spot

Nicht nur die Neigung der Zielscheibe, auch die Neigung des Hangs, der Wind, die Sonne und natürlich die Schattenspiele haben Auswirkungen auf die Trefferlage. Hier ein paar Faustregeln, die der Einsteiger durch Üben überprüfen und für sich selber bestätigen kann:


  • neigt sich der Hang, auf dem die Zielscheibe steht, nach links, so ist auch die Trefferlage links (für Linkshandschützen häufig umgekehrt)


  • neigt sich der Hang, auf dem die Zielscheibe steht, nach rechts, so ist auch die Trefferlage rechts (für Linkshandschützen häufig umgekehrt)


  • kommt das Licht oder der Wind von links, dann liegt die Trefferlage rechts


  • kommt das Licht oder der Wind von rechts, dann liegt die Trefferlage links


  • bei einem Bergaufschuss liegt die Trefferlage eher links (für Linkshandschützen umgekehrt)


  • bei Rückenwind wird der Pfeil getragen und die Trefferlage ist höher


  • bei Gegenwind wird der Pfeil gebremst und die Trefferlage ist niedriger


Der Einsatz eines Fernglases vor dem Bogenschießen erlaubt dem Feldbogenschützen von den Fehlern der früheren Bogenschützen zu lernen. Befinden sich viele Einschusslöcher unterhalb der Scheibe, steht die Scheibe wohl etwas weiter weg als es scheint oder hat eine versteckte Neigung. Ist die Trefferlage hoch, so steht die Scheibe viel näher, als die meisten Bogenschützen geschätzt haben. Diese Methoden funktionieren schon ab der 3. oder 4. Station im Parcours.


Befinden sich viele Treffer seitlich, so kann Seitenlicht oder eine versteckte Hangneigung die Ursache sein. In solchen Fällen das Gelände noch einmal prüfen.

Das Auge lässt sich gerne täuschen, so wirkt grün immer näher als rot. Gleiches gilt auch für unterschiedliche Lichtstärken; Wird die Zielscheibe durch starkes Sonnenlicht angestrahlt, erscheint uns die Zielscheibe recht nah. steht die Zielscheibe im Schatten, dann scheint die Zielscheibe weiter entfernt zu sein. Das Auge, oder besser das Gehirn, lässt sich täuschen. Gute Parcoursbauer bauen mit Absicht solche Fallen auf. Manchmal ergibt sich so ein Umstand aber auch nur zufällig.


Diese Situationen müssen und können trainiert werden. Beim Feldbogenschießen nimmt Erfahrung einen hohen Stellenwert ein.

© 2008 - 2017 Bogenschießen - Alles über Pfeil und Bogen und den Bogensport von  Uwe Losse