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Pfeilkunde: Pflege der Pfeile

Pfeilpflege


Um die Pfeile optimal zum Fliegen zu bringen und die Lebensdauer zu verlängern, ist eine korrekte und konstante Wartung notwendig. Für den Begriff Wartung kann man auch Pflege verwenden, jedenfalls bedeutet dies Arbeit, die z. B. beim abendlichen Fernsehen gemacht werden kann.


Wichtig für einen Pfeil ist der korrekte Sitz der Spitzen. Da auf die Pfeile wirklich enorme Kräfte beim Abschuss und vor allem beim Aufprall wirken, muss der Bogenschütze die Pfeile immer wieder kontrollieren. Es hat nicht unbedingt mit einem schlechten Händler oder schlechten Material zu tun, wenn ein Pfeil splittert!


Um das Leben der Pfeile zu verlängern sollte man folgende Dinge beachten:


  • Die Spitzen und die Inserts (wenn vorhanden) müssen immer perfekt verklebt sein, auch ineinander. Wenn man mit der Spitze des Pfeils leicht auf einen harten Gegenstand klopft, spürt man Vibrationen, wenn die Spitze locker ist. In diesem Fall müssen Insert und Spitze komplett entfernt und wieder neu verklebt werden. Schraubspitzen sind gut für das Bogentuning, jedoch sind verklebte Spitzen für den Pfeil besser.


  • Die Nocken müssen regelmäßig geprüft und getauscht werden.


  • Federn müssen immer wieder kontrolliert werden. Die Oberfläche muss glatt sein, es dürfen keine Kanten, kleine Nasen oder Falten die ursprüngliche Form der Federn beeinträchtigen. Naturfedern sollten keinen Bruch enthalten und eine identische Form besitzen.
  • Die Pfeilschäfte müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Dies geschieht am besten mit Alkohol. Reinigungsmittel, die Lösungsmittel enthalten, greifen das Material an und sollten nicht verwendet werden. Gerade die Ablagerungen von den Scheiben, die sich häufig im vorderen Bereich des Schaft ansammeln, verändern das Gesamtgewicht des Pfeils und nehmen Einfluss auf eine gute Gruppierung.



Compound-Schützen verwenden oft Silikonspray, damit die Pfeile leichter aus der Scheibe herausgezogen werden können. Das Silikonspray wird von den Pfeilherstellern ausdrücklich abgelehnt, da diese Lösungsmittel enthalten die sich in den Schaft einfressen und den Klebstoff, der für das Carbon verwendet wird, nach und nach auflöst. Als Ergebnis wird der Pfeil spröde.

In der Tat ist es für die Compound-Schützen ein Problem, die Pfeile möglichst schonend aus der Scheibe zu ziehen. Man sollte dann ein Silikon-Öl benutzen und kein Spray.



Die Pfeile sind der wichtigste Teil der Ausrüstung. Es bringt nicht so viel, wenn man einen teuren Bogen mit billigen Pfeilen verschießt. Die Pfeile sollten der Qualität des Bogens und des Bogenschützen entsprechen und pfleglich behandelt werden!



Die Pfeile müssen beim Reinigen auf Beschädigungen geprüft werden. Gerade für Carbonpfeile gilt: ist ein Carbonpfeil beschädigt, muss er gnadenlos ausgetauscht werden. Er darf auch nicht fürs Techniktraining verwendet werden. Ein beschädigter Carbonpfeil kann splittern und den Bogenschützen verletzen.

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Die Pfeile können durch eine gute Pflege in der Haltbarkeit als auch in der Treffsicherheit verbessert werden. Das trifft insbesondere auf die teuren Pfeile zu wie z. B. dem ACE. Während die preiswerteren Pfeile häufiger kaputtgehen, weil das verwendete Material in der Herstellung einfach Fehler hat (natürlich nur geringfügige, die von den meisten Bogenschützen gar nicht bemerkt werden können), sind die hochwertigen ACE-Pfeile sehr robust und häufig lohnt sich schon alleine deswegen die Anschaffung. Die Pfeile sind im Abschuss und im Auftreffen einer hohen Belastung ausgesetzt und merken sich daher jeden Schuss.

© 2008 - 2017 Bogenschießen - Alles über Pfeil und Bogen und den Bogensport von  Uwe Losse