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Pfeilkunde: Der Wettkampfpfeil

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BDer Wettkampfpfeil beim Bogenschießen muss als erstes dem Reglement der Sportordnung entsprechen (des jeweiligen Bogensportverbandes), damit der Bogenschütze den Pfeil auch verwenden darf. Gleichzeitig gibt es auch noch sportliche Anforderungen, die aus einem gewöhnlichen Pfeil einen guten Wettkampfpfeil machen, so sollten die Wettkampfpfeil möglichst identisch sein und vor allem unbeschädigt, um den Bogenschützen beim Bogenschießen unterstützen.

Der Wettkampfpfeil beim Bogenschießen


Der Wettkampfpfeil muss folgende Bedingungen erfüllen, um bei einem Turnier zugelassen zu werden:


  • Alle verwendeten Schäfte müssen die gleiche Länge und die gleiche Farbe haben (bis auf die natürliche Abnutzung)


  • Ein Pfeil darf eine maximale Dicke von 9,3 mm haben (mit der Spitze 9,4 mm)


  • Die verwendete Befiederung der Pfeile muss in Farbe und Form gleich sein


  • Die Pfeile müssen auf dem Schaft den Namen des Bogenschützen tragen (manche Verbände fordern lediglich nur eine Kennung, andere den vollständigen Namen des Bogenschützen)


  • Beim 3D-Schießen müssen die Pfeile nummeriert sein (Im DFBV muss die Nummerierung in Form von Ringen erfolgen)


Es gibt keine Vorschriften, die besagen, dass ein Wettkampf-Pfeil teuer sein muss. Ein ambitionierter Bogenschütze legt Wert auf eine gute Pflege der Pfeile, um sich einen möglichst großen Materialvorteil zu verschaffen.

Der Wettkampfpfeil sollte vor einem Turnier von dem Bogenschützen pfleglich behandelt werden, dann werden beim Bogenschießen auch gute Ergebnisse erzielt. Zwar ist das Material nicht alles, entscheidend für ein gutes Ergebnis ist in erster Linie eine gute Schießtechnik, aber es schadet nicht, wenn auch der Einsteiger schon lernt, den Pfeil zu pflegen und für ein Turnier vorzubereiten.


Alle Pfeile haben das gleiche Gewicht

Maßgeblich für eine gute Gruppierung der Pfeile ist, dass die verwendeten Pfeile möglichst identisch sind. Die Pfeilgewichte sollten untereinander um maximal 1 Grain abweichen, um möglichst identische Pfeile zu haben (1 Grain entspricht ungefähr 0,06 Gramm). Je weiter die Turnierdistanz, umso schwerer wirken sich die Gewichtsunterschiede aus (auf 18 m spielt ein Gewichtsunterschied keine so große Rolle, ab 30 m aufwärts wirkt sich ein Gewichtsunterschied deutlicher aus).


Alle Pfeile sind gerade und unbeschädigt

Carbonpfeile werden in der Regel nicht krumm, anders sieht es bei Pfeilen aus Aluminium aus. Krumme Pfeile sollten nicht im Turnier geschossen werden. Beschädigungen an der Befiederung und Nocke vorher prüfen und ggf. austauschen.


Die Pfeile sind vom Spinewert und Länge identisch

Die Pfeile haben alle den gleichen Spinewert, das gleiche Spitzengewicht und die gleichen Nocken. Gleiches Material sorgt für identisches Flugverhalten.


Die Pfeile reinigen

Die Pfeile sollten von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Im Schießalltag nehmen die Pfeile einigen Schmutz auf. Wer die Pfeile von Zeit zu Zeit mit Alkohol oder mit Aceton reinigt, wird erstaunt sein, wie viel Schmutz man von den Pfeilen holen kann.

Wettkampfpfeil

Die Befiederung

Die Federn sollten gleichmäßig aufgeklebt sein. Wer die Befiederung mit einem Drall beklebt, muss darauf achten, dass die Befiederung bei allen Turnierpfeilen gleich ist, um auch ein identischen Pflugverhalten beim Bogenschießen zu erreichen.


Die Pfeile nummerieren

Um die Pfeile zu unterscheiden, sollten die Pfeile durchgehend nummeriert werden. Man sollte darauf achten, dass die Pfeile auch die gleiche Schusszahl aufweisen. Je häufiger die Pfeile genutzt werden, umso größer ist die Materialbelastung. Im Laufe vieler Schüsse verändern sich die Flugeigenschaften der Pfeile. Dies ist nicht schlimm, aber schlimm ist, wenn sich ein Teil der verwendeten Pfeile anders verhält als der andere Teil. Es ist nicht gut, wenn man spezielle Turnierpfeile hat. Es ist besser, wenn alle Pfeile gleichmäßig genutzt werden und somit gleiches Verhalten aufweisen.


Immer einen 12er - Satz kaufen

Die Hersteller der Pfeilschäfte, Nocken und Spitzen versprechen, dass innerhalb eines 12er-Satzes alles aus einer Form kommt. Dies verspricht dann natürlich auch identisches Material und annähernd gleiches Verhalten. Bei den teuren ACE oder X10-Pfeilen, die für Entfernungen von 70 m ausgelegt sind, sollte man unbedingt die Pfeilschäfte auch im Satz kaufen und die verschiedenen Sätze nicht mischen, um möglichst identische Pfeile für das Bogenschießen zu haben. Gleiches gilt auch für die Nocken und für die Spitzen.


© 2008 - 2017 Bogenschießen - Alles über Pfeil und Bogen und den Bogensport von Uwe Losse