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Führungsstile

Seite "Führungsstile" in der Rubrik "Trainer"


Neben der Kommunikation ist das Leitungsverhalten von Trainern entscheidend für den Erfolg in der Kommunikation mit dem Bogenschützen. Der Führungsstil wird grob in drei Gruppen unterteilt. So gibt es das autoritäre Leitungsverhalten, das demokratische- oder sozial-integrative Leitungsverhalten und den Laissez-Faire-Führungsstil. Alle drei Stilarten existieren in der Praxis und haben jeweils Vorteile und Nachteile. Es kann dabei durchaus sein, dass es von Zeit zur Zeit angebracht ist, den Führungsstil anzupassen und leicht abzuändern, ein guter Trainer bevorzugt den demokratischen Führungsstil und bindet den Bogenschützen mit ein.

Das Autoritäre Leitungsverhalten


Bei dem autoritären Leitungsverhalten gibt der Trainer Anweisungen - der Schüler gehorcht. Das Hauptmerkmal ist die Einseitigkeit. Der Trainer gibt nicht nur die Ziele vor, sondern trifft auch für den Bogenschützen alle Entscheidungen und teilt Handlungen in Gut und Böse ein. Der Trainer fordert die Leistung des Bogenschützen ein.


Dieses Verhalten wirkt häufig demotivierend und manchmal auch abstoßend auf dem Bogenschützen. Der Bogenschütze wird zumeist ungehorsam und ist unzufrieden. Zwar wird der Bogenschütze kurzzeitig gute Erfolge erzielen, denn der Trainer weiß ja, wie es geht. Aber der Bogenschütze wird aufgrund vom mangelnden Spaß sich auflehnen und dann in der Leistung sinken.



Das Laisser-Faire Leitungsverhalten


Bei dem Laissez-Faire-Führungsstil lässt der Trainer dem Bogenschützen freie Hand. Er lässt ihm alles durchgehen und gibt ab und zu "einen Rat". Der Trainer sorgt jedoch nicht für die Einhaltung des Tipps und verpasst aus diesem Grunde die Führung des Bogenschützen. Der Trainer wirkt gleichgültig, freizügig und lässig.


Beim Bogenschützen führt dies ebenfalls zur Unzufriedenheit. Häufig isoliert sich der Bogenschütze und ist orientierungslos. Da der Bogenschütze ohne Führung und Leitung wahrscheinlich keine guten Erfolge erleben kann, entwickeln sich Aggressionen beim Bogenschützen.

Das demokratische Leitungsverhalten


Bei dem demokratischen Leitungsverhalten ist der Trainer freundlich und macht ein Mitbestimmungsangebot an den Bogenschützen. Der Trainer geht auf die Persönlichkeit des Bogenschützen ein und Berät den Bogenschützen und ermuntert ihn beim Erreichen des Ziels.


Der Bogenschütze ist aktiv in die Entwicklung eingebunden und ist daher stark motiviert. Es entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl und der Bogenschütze gibt Fehler zu und führt eine aktive Mitarbeit durch. Bei dem demokratischen Führungsstil erhält man nachweislich einen nachhaltigen, also langfristigen Erfolg.




Der Trainer sollte in seinem Training also den demokratischen Führungsstil bevorzugen. Es gibt jedoch sicherlich auch Gelegenheiten, einmal autoritär oder einmal laissez-faire zu handeln. Dies ist jedoch nicht der allgemeine Führungsstil sondern den sich ergebenden Situationen angepasst.

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