Bogenschießen -  Alles über Pfeil und Bogen mobile
Pfeilkunde: Die Befiederung
Bogen und Pfeil Zielauflage Logo

Seite "Pfeilkunde: Befiederung allgemein" in der Rubrik "Pfeilkunde"


Die Befiederung auf dem Schaft übernimmt die Aufgabe, den Pfeil während des Fluges zu stabilisieren. Eine große Befiederung stabilisiert den Peil schneller, macht ihn im Gegenzug aber auch langsamer. Für einen Langstreckenpfeil bevorzugt man also eine kleinere Befiederung und für einen Kurzstreckenpfeil eher große Federn. Neben der Größe  spielt auch das Material für die Federn eine Rolle, die teilweise von der Stilart vorgeschrieben wird. So müssen z. B. Langbogenschützen zwingend Holzpfeile mit Naturbefiederung schießen. Naturfedern sind wunderbar für die Halle da sie den Pfeil schnell beruhigen, wenn die Federn jedoch nass, werden leidet das Flugverhalten des Pfeils sehr darunter.

Die Befiederung


Die Federn werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt und individuell für den Pfeil ausgewählt. Man unterscheidet Natur-  und Kunststofffedern. Unter Naturfedern versteht man zum Beispiel Truthahn- oder Adlerfedern. Natürliche Federn haben den Nachteil, dass sie sich bei Nässe voll saugen und am Schaft anliegen, daraus folgt eine schlechte Stabilisierung des Pfeiles. Dem kann mit diversen Pulvern und Sprays zur Imprägnierung entgegengewirkt werden. Der Vorteil von Naturfedern liegt beim Schießen im Gelände. Falls die Befiederung eines Pfeiles ein Hindernis streift, zum Beispiel einen Baumast,  wird der Pfeil nicht so stark abgelenkt wie bei einer Kunststoffbefiederung, da die Naturfedern leichter nachgeben. Aber auch in der Halle sind die Naturfedern zu bevorzugen, da in der Halle kein Wind herrscht und auf den kurzen Hallendistanzen eine gute Stabilisierung des Pfeils erfolgt.


Es gibt unterschiedliche Farben und Formen und Materialien für die Befiederung. Während die Farbe bei gleicher Befiederung keinen Einfluss auf den Pfeilflug hat, sieht dies bei der Form und bei dem Material anders aus. Die unterschiedlichen Federarten ermöglichen den Bogenschützen, die für den persönlichen Schießstil und auch für den gewünschten Zweck passende Befiederung auszuwählen.


Die Pfeile werden mit drei Federn pro Schaft befiedert (außer Fluflu, hier 6 Federn). Die Anzahl von drei Federn hat sich in der langjährigen Praxis als die ideale Befiederungsform herausgestellt. Es ist auch sehr wichtig, in welchem Abstand und in welchem Winkel die Federn auf den Schaft aufgebracht werden. Hier gibt es von den Herstellen Vorschriften und Empfehlungen, die auch eingehalten werden sollten.

Völlig egal hingegen ist die Höhe der Feder auf dem Schaft. Die eine Feder darf ganz hinten liegen und eine andere Feder eher in der Mitte des Pfeils. Die aerodynamische Wirkung der Feder ändert sich dadurch überhaupt nicht. Allerdings wird der Schwerpunkt des Pfeils dadurch beeinflusst, dies kann positiv aber auch negativ sein. Es ist schon besser, die Federn an den vorgesehenen Platz am Ende des Schafts zu befestigen.

Die Federn werden auf unterschiedliche Arten auf den Schaft aufgebracht. Zumeist werden die Federn mit einem Kleber geklebt. Um die richtige Ausrichtung der Federn auf dem Schaft zu erzielen, werden spezielle Befiederungsgeräte eingesetzt. Die ermöglichen es, die Pfeile immer an der gleichen Stelle mit der gleichen Feder oder Fahne zu befiedern. Zwar kann man die Federn auch mit der Hand nach Augenmaß aufkleben, aber für Turnierschützen ist größere Genauigkeit gefragt. Je gleicher die Pfeile sind, umso besser ist dies für das Trefferbild des Bogenschützen.


Die Befiederung des Pfeils sollte von jedem Bogenschützen beherrscht werden, da die Feder leicht abgehen kann. Mit ein wenig Kleber lässt sich das Problem schnell lösen. Die Befiederung mit Spinwings unterscheidet sich von der Befestigung anderer Federn, da ein Spinwing nicht mit Sekundenkleber geklebt werden kann, sondern stattdessen doppelseitiges Klebeband verwendet wird.

Pfeil_oben
Pfeil_rechts
Bogen und Pfeil Zielauflage Logo

© 2008 - 2017 Bogenschießen - Alles über Pfeil und Bogen und den Bogensport von  Uwe Losse